Wie wir arbeiten



1. Erwerb von Kompetenzen
Grundbedürfnisse von Kindern sind das Erfahren von Angenommensein und Zuneigung durch andere Menschen, die Achtung als Person, der Schutz vor Gefahren, gesunde Ernährung und das Gefühl von Geborgenheit. Ihre Berücksichtigung gehört zur Betreuungsaufgabe des Horts. Daneben sind aber stets auch Bildungs- und Erziehungsaspekte zu berücksichtigen. Der Betreuungsaspekt erhält ein besonderes Gewicht für jene Kinder, die in schwierigen Familien- und Lebensverhältnissen aufwachsen.

Schlüsselkompetenzen zur Bewältigung von Entwicklungsaufgaben
Zu den pädagogischen Kernaufgaben eines jeden Hortes zählt die professionelle Begleitung des kindlichen Entwicklungsprozesses, in dem sich Kinder über bereitgestellte Lernarrangements Schlüsselkompetenzen aneignen können. Diese lassen sich nach folgenden Bereichen kategorisieren:
- Personale Kompetenz (persönliche Fhigkeiten)
- Soziale Kompetenz (soziale Fähigkeiten)
- Wissenskompetenz
- Lernkompetenz (Lernen zu lernen)

2. Personale Kompetenz
Wichtig für die Entwicklung des Kindes ist, dass es sich selbst, seine Herkunft und Alltagssituationen kennt und einschätzen kann. Dies ist förderlich für ein gutes Zurechtkommen mit sich und der Umwelt. Es gibt Sicherheit.
Jedes Kind ist ein Individuum und wird mit seinen persönlichen Fähigkeiten, Fertigkeiten und bisherigen Erfahrungen angenommen und dementsprechend gefördert. Dabei ist es uns wichtig, dass das Kind selbst seine Talente und Entwicklungsschritte erkennt und ein für sich passendes Lerntempo entwickelt.

Personale Kompetenz wird erworben über die Auseinandersetzung mit Erwachsenen und Gleichaltrigen, die Positionierung in der Gruppe, die Artikulation und Behauptung eigener Meinungen, in gemeinsamer Arbeit sowie durch die Übernahme eigener Verantwortung über Zeit, Raum und Material.
Selbstbewusstsein, Ich-Identität, Handlungskonzepte oder Selbstmanagement etc. können die Kinder entwickeln wenn wir als pdagogische Fachkräfte Ratgeber und Ansprechpartner für die Kinder sind. Wir lassen den Kindern aber gleichzeitig Raum für eigene Handlungen und Entscheidungen und respektieren sie auch wenn sie sich auf Um- oder Irrwegen befinden.

3. Soziale Kompetenz
Es ist unser Ziel, die Kinder zu gemeinschaftsfähigen, wertorientierten und hilfsbereiten Menschen zu erziehen. Mit genügend Verständnis und gleichzeitig kritischem Betrachten, können wir den Kindern Grenzen aufzeigen und ihnen helfen eigene und konstruktive Auffassungen und Verhaltensweisen zu entwickeln.
Für Kinder im Grundschulalter werden gleichgeschlechtliche Kleingruppen immer wichtiger. Wir versuchen auf die unterschiedlichen Spielbedürfnisse von Mädchen und Jungen einzugehen.
Bei Schulkinder steigt die Wichtigkeit der Beziehungen zu Gleichaltrigen. Dabei machen sie die Erfahrung, dass die bisher als selbstverständlich übernommenen "Familienregeln" des sozialen Miteinanders im Zusammensein mit Gleichaltrigen nur sehr beschränkt anwendbar sind.
Die Kinder müssen miteinander aushandeln, welchen Vorschlägen und Ideen sie folgen wollen, sie müssen Begründungen für ihre Entscheidungen finden, Regeln für ihr gemeinsames Tun aufstellen, Rollen und Handlungschancen verteilen und einen Ausgleich finden, wenn sich ein anderes Kind über Benachteiligung beschwert. Die Kinder müssen eine Streitkultur entwickeln. Viele Kinder entwickeln gerade im Streit die Einsicht, dass sie nicht allein im Zentrum stehen, dass sie auf die anderen angewiesen sind und dass aggressive Verhaltensweisen kontrolliert werden müssen. Sie erfahren, wie wichtig es ist, Beziehungen mit anderen zu haben, auf die man sich verlassen kann, und was man dafür tun muss.

4. Wissenskompetenz
Wir unterstützen die Kinder bei der Wissensaneignung. Dabei berücksichtigen wir die Interessen und Neigungen der Kinder.
Die Wissenskompetenz umfasst insbesondere:
- Kompetenter Umgang mit Medien
- Umweltfreundliches Verhalten
- Verständnis für naturwissenschaftliche Vorgänge und Zusammenhänge
- Beteiligung an demokratischen Prozessen
- Die Kenntnis um die Möglichkeit sich neues Wissen durch Medien versch. Art anzueignen

5. Lernkompetenz
Lernkompetenz ist das Wissen, wie man Wissen erwerben kann und die Fähigkeit zu lernen. Wir unterstützen die Kinder im Rahmen der Hausaufgabenbetreuung sich Lerntechniken anzueignen. Wir leiten die Kinder an wie man Arbeitszeit und -aufgaben richtig einteilt, zwischen arbeitsintensiven und Entspannungsphasen wechselt, welche Hilfsmittel man einsetzen kann (z.B. Lexika, Sachbücher, Internet). Wir animieren die Kinder Fragen zu stellen. Wer eine Frage stellen kann, ist der Lösung seiner Aufgabe schon ein Stück näher gekommen.

Lernkompetenz umfasst:
- Die Bereitschaft zu und die Freude an lebenslangem Lernen
- Das Beherrschen und die Freude an den Kulturtechniken (Lesen, Schreiben, Rechnen sowie Entschlüsseln der Bildsprache)
- Das Beherrschen von Lern- und Arbeitstechniken

Weitere wichtige Kompetenzen sind:
- Sprachkompetenz
- Medienkompetenz
- Umweltkompetenz

6. Sprachkompetenz
Durch spezielle Angebote fördern wir die Freude am Lesen und Schreiben. Die Kinder beschreiben bsp. Bevorzugte Tätigkeiten für ihr Portfolio. Aushänge werden in großer und gut lesbarer Schrift in Kinderhöhe aufgehängt. Die Kinder werden dadurch zum selbstständigen Lesen verschiedener Schriften animiert.
Durch Abos von Kinderzeitschriften wollen wir das Lesen und das gegenseitige Vorlesen der Älteren für die jüngeren Kinder fördern.

7. Medienkompetenz
Wir leiten die Kinder dazu an Medien kritisch, reflektiert, selbstbestimmt und kreativ zu nutzen. Anhand der Medien können sich die Kinder informieren, unterhalten und bilden. Auch Medienerfahrungen welche die Kinder außerhalb des Hortes machen werden verbal aufgearbeitet.

8. Umweltkompetenz
Wir unterstützen die Kinder beim schonenden und rücksichtsvollem Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen. (Mülltrennung, richtiger Umgang im Wald, sparsamer Umgang mit Papier und Wasser)

A. Wertorientierung und Religion
Christliche Wertevermittlung gelingt nur durch eigene Überzeugung. Der christliche Glaube ist ein fester Bestandteil unserer Einrichtung. Durch christliche Rituale (z.B. Feste) wird der Bezug zur Kirchengemeinde gestärkt und soll Sicherheit und Halt vermitteln. Als evang. Einrichtung versuchen wir, christliches Miteinander zu vermitteln.
Durch unser Vorleben möchten wir die Kinder ermutigen, Verantwortung für Gottes Schöpfung zu übernehmen und Vertrauen und Geborgenheit in der Gemeinschaft zu erfahren. Oft geschieht es, dass die Kinder über Themen des Religionsunterrichts mit uns reden wollen. Ebenfalls sind wir offen für Fragen der Kinder, die Gott und das Leben betreffen. Dazu gehören Gespräche über Trennung, Krankheit, Geburt und Tod. Die Kinder wissen, dass wir ihre Situation wahrnehmen, verstehen und einfühlsam damit umgehen können.

B. Besondere Aktivitäten:
- Lichterfest zu Sankt Martin
- Sommerfest
- Familienausflug
- Hortübernachtung
- Weihnachtsfeier
- Herbstfeuer
- Osterfrühstück
- Geburtstagsfeiern
- Ausflüge während der Schulferien
- Faschingsfeier